Ihlow im Winter
Die Gemeinde Ihlow hat ca. 170 Einwohner und liegt im Osten Brandenburgs , idyllisch am Nordrand des Naturparks Märkische Schweiz.

Der Name Ihlow kommt aus dem Slawischen , was ungefähr "Wohnstätte auf moorigem Grund" bedeutet.
Der alten Ortschronik nach , die in den Wirren des 2.Weltkriegs verloren gegangen ist , sollen auf dem Gebiet des heutigem Ihlow wendige Stammesangehörige gesiedelt haben.
Die genaue Größe und Lage dieser Siedlung ist unbekannt.Wenn man jedoch davon ausgeht , das in der Geschichte ein Fünkchen Wahrheit steckt , dürfte die erste Besiedlung Ihlows weit über 1000 Jahre zurückliegen.

Die erste urkundliche Erwähnung von Ihlow datiert jedoch aus dem Anfang des 14.Jahrhunderts.

Auf einer Halbinsel , von den beiden Dorfteichen umgeben , erhebt sich die spätromanische Kirche , eine der ältesten sakralbauten auf dem Oberbarnim.Sie wurde um 1240 erbaut.In dem um 1945 erneuertem Turm hängt eine um 1300 gegossene Glocke. Bei Restaurierungsarbeiten am Inneren hat hat man im Chor Reste alter Rötelzeichnungen freigelegt.


Ein weiteres ortsbildprägendes Bauwerk ist das Landhaus. Es wurde als zweigeschossiger Mittelbau mit eingeschossigen Flügeln um 1760 auf den Fundamenten des einstigen Rittergutes errichtet. Nach 1900 wurde das Gebäude baulich stark verändert.
Während der DDR-Zeit entwickelte sich darin mit Gemeindebüro, Schwesternstation, Kindergarten, Gaststätte und einem Lebensmittelladen das Dorfzentrum. Davon ist seit der Wende nichts mehr übriggeblieben.

Doch dank eines rührigen Fördervereins kehrt wieder Leben ein in das alte Schloßgebäude, in dem Schritt für Schritt eine Seminar- und Erholungsstätte eingerichtet wird.

Ihlow verströmt mit dem sehenswerten Ensemble von Landhaus, Kirche, Park, den Feldsteinscheuen und Weihern einen eigenen, besonderen Reiz. So ist es nicht verwunderlich, dass sich seit einiger Zeit zahlreiche Familien aus der Stadt von dieser ländlichen Atmosphäre angezogen fühlen, oft Jahrhunderte alte Gebäude liebevoll restaurieren und hier in Ihlow eine neue Heimat finden.
Im Jahr 2000 erhielt Ihlow die Auszeichnung als Naturparkgemeinde in der Märkischen Schweiz.

Die Gesamtanlage einschließlich der erhaltenen Straßen mit ihrem Natursteinpflaster und der dazugehörigen Sandwege sucht in Brandenburg ihresgleichen und ist ein beredtes Zeugnis nicht nur der langjährigen Geschichte des Ortes sondern auch vom Bekenntnis der Bewohner zu ihrem Ort mit seinem bedeutenden überlieferten Bestand an historischer Substanz.

Ein Besuch in Ihlow lohnt sich immer, in unserem Ort gibt es außer dem Guthaus und der Kirche aus dem 13. Jahrhundert auch Interessantes auf dem Bioland-Gärtnerhof, bei den Künstlern mit Pinsel, Hobel, Fotoapparat und Klavier zu sehen. In den umliegenden Orten gibt es weitere interessante Sehenswürdigkeiten, z.B. die Wurzelfichte oder das Berthold Brecht-Haus in Buckow, das Schloss in Reichenow und andere Einrichtungen wie das Heimatmuseum in Strausberg.In Reichenberg kann man sich auch eine Straussenfarm und echte Galloways ansehen.

Die nahegelegenen polnischen Grenzübergänge (ca. 40 Automin.) ermöglichen den Besuch westpolnischer Sehenswürdigkeiten, wie Stettin, Küstrin und die nähere Umgebung.

Im Sommer ist auch für die richtige Erfrischung am Badesee in Buckow gesorgt. Außerdem kann man am Straussee oder in der Schwimmhalle in Strausberg baden.

Auch am Abend wird es nicht langweilig, z.B. kann man zur Stadthalle Wriezen oder in den Ku-Stall in Strausberg gehen. Auch die Kultureinrichtungen in Berlin-Mitte sind mit der S-Bahn leicht zu erreichen.